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Verständigung durch Lormen - Das Handalphabet nach Hieronymus Lorm

Handalphabet LormDie Lormhand

Das Lormen oder Lorm-Alphabet ist eine Kommunikationsform für Taubblinde zur Verständigung mit anderen Menschen. Dem Taubblinden wird die Innenseite der rechten oder linken Hand "besprochen", deren Finger leicht gespreizt sind.

Dabei sind einzelnen Fingern sowie bestimmten Handpartien bestimmte Buchstaben zugeordnet. Sowohl der lange als auch der kurze Abstrich verlaufen stets von der Fingerspitze zur Handwurzel. Der aufstrich verläuft in entggegengesetzter Richtung. Ds Wortschlusszeichen wird durch einen leichten Schlag auf die "besprochene" Hand dargestellt.

Das Lorm-Alphabet wurde von Hieronymos Lorm 1881 aus eigener Betroffenheit heraus entwickelt. Er wurde am 9. August 1821 in Nikolsburg (Mähren) geboren. Mit 16 Jahren ertaubte er und musste sein Musikstudium aufgeben.

Diese Form der Verständigung öffnete taubblinden Menschen ein Tor zur Außenwelt.

 


Weitere Kommunikationsformen außer den Handalphabeten nach Hieronymus Lorm und Gustav Riemann sind

  • die Punktschrift,
  • die Schreibschrift,
  • deutsche Gebärdensprache,
  • taktile Gebärden,
  • individuelle Gebärden,
  • Körpersprache.

Niemand kann Taubblindenarbeit ohne "Helfer der Lormfamilie" betreiben, denn taubblinde Menschen haben sozusagen durch die Hand eines anderen Menschen Anschluss an das Leben, das Leben aus "zweiter Hand".

Informationen und Erfahrungungen bieten wir an im Seminar "Mit drei Sinnen leben" (Taubblindheit und ihre Folgen).

Haben Sie Interesse? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

Weitere Angebote finden Sie in unserem Jahresplan.

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