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Bundesweites Taubblindentreffen Mai 2009

Mai 2009 - bundsweites Treffen der Taubblindenselbsthilfe - Verständigung: Dolmetschen in Gebärden- und Schriftsprache 3Mai 2009 - bundsweites Treffen der Taubblindenselbsthilfe - Kommunikationsformen
Verschiedene Möglichkeiten der Verständigung

 

Der Taubblindendienst hat in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe für Taubblinde / Hörsehbehinderte innerhalb des Blindenverbandes Nordrhein-Westfalen ein bundesweites Treffen der neun Selbsthilfegruppen vom 1. bis 3. Mai 2009 in Radeberg durchgeführt. Daran haben 55 taubblinde Menschen mit ihren Assistenten und Interessierte aus Verbänden und Einrichtungen, insgesamt 160 Personen, teilgenommen. Gefördert wurde dieses Projekt mit 28.000 Euro unter anderem von der "Aktion Mensch".

Anwesend war der Präsident des Weltverbandes für taubblinde / hörsehbehinderte Menschen, Lex Grandia, Dänemark. Die Referate wurden durch taubblinde Menschen und durch Ruth Zacharias gehalten.

Schirmherrin des Treffens war Sachsens Sozialministerin Christine Clauß.


Verabschiedet und versandt wurde eine Resolution zu den Belangen taubblinder Menschen. Darin heißt es u.a.:

"... Für uns taubblinde Menschen kommt all jenen Angeboten, Maßnahmen und Programmen eine herausragende Bedeutung zu, welche die Kommunikation, die Mobilität, die lebenspraktischen Fertigkeiten und die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen, erleichtern und verbessern. Bei der Konzeption und Ausgestaltung sämtlicher Vorhaben müssen wir Taubblinde einbezogen werden. Der Frühförderung muss ein besonderes Augenmerk gelten. Alle Hilfen müssen möglichst wohnortnah vorgehalten werden. Der Zugang zu speziellen Rehabilitationseinrichtungen und -maßnahmen muss in jeder Hinsicht barrierefrei werden und bleiben. So kann unsere Leistungsfähigkeit, unsere Teilhabe und unser Recht zur Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens entwickelt und ausgeübt werden. ..."


 

Aus dem Referat von Lex Grandia, Sekretär des European DeafBlind Network, EDBN und Präsident der World Federation of the DeafBlind:

" ... Wir können nicht erwarten, dass die Behörden, lokal oder national, alles über unsere Bedürfnisse, um an der Gesellschaft teilzuhaben, wissen. Wir müssen unsere Bedürfnisse formulieren um an der Gesellschaft teilzuhaben, und wir müssen das immer wieder erklären, weil Behörden und Regierungen sich ändern. Wir sind die Experten, die wissen, was das Beste für uns ist. Wir müssen zur Stelle sein, wenn die Gesetze geändert werden und wir müssen dran bleiben um zu sehen, ob die Gesetze auf die Weise, wie wir es brauchen, umgesetzt werden. Wenn wir warten und zuschauen, wird unsere kleine Gruppe mit den vielen verschiedenen Bedürfnissen vergessen werden..."


 

Aus dem Referat von Dieter Zelle, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden e.V.

"Unser Recht und unsere Forderung, Taubblinde und sehbehinderte Gehörlose müssen voll am Gesellschaftsleben teilnehmen können“ Unsere weiteren Ziele heißen: mehr Öffentlichkeitsarbeit, mehr Rechte für Taubblinde, Anerkennung der Assistententätigkeit als Beruf fordern, mehr Aufklärungen über das Usher -Syndrom, Teilnahmemöglichkeit an gesellschaftlichen Veranstaltungen schaffen, barrierefreie Kommunikationssprache ermöglichen, gesetzlich gewährleistete Finanzierung von Begleitern für Taubblinde und sehbehinderten Gehörlosen, Durchführung von Usher- Syndrom- Seminaren..."


Mai 2009 - bundsweites Treffen der Taubblindenselbsthilfe - Verständigung: Punktschrift
Mai 2009 - bundsweites Treffen der Taubblindenselbsthilfe - Podium

Aufmerksamen Zuhörer Das Podium und Referent Dieter Zelle

 

Mai 2009 - bundsweites Treffen der Taubblindenselbsthilfe - Verständigung: Lormen

Mai 2009 - bundsweites Treffen der Taubblindenselbsthilfe - Verständigung: Taktile Gebärdensprache

Lormen und Taktile Gebärdensprache – Die Verständigung klappte gut.

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