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Leitlinien unserer Arbeit

Taubblindheit ist eine eigene, anerkannte Form der Behinderung (1.4.2004: EU-Erklärung)

Taubblindheit ist in ihren Auswirkungen die folgenschwerste Behinderung für einen Menschen: 80 Prozent Ausfall von Sinneswahrnehmung schließen Türen zum Leben

Jeder Taubblinde ist ein "Behinderter für sich"; unterschieden werden: blind-taube, gehörlos-blinde, geburtstaubblinde, vom Usher-Syndrom betroffene Menschen

Zehn und mehr Kommunikationsarten bedingen eine hohe Fachkompetenz in der Taubblindenarbeit

Taubblindenarbeit muss immer neu von den Bedürfnissen taubblinder Menschen ausgehen

Taubblindenarbeit geschieht am Sinnvollsten in seelsorgerlicher und diakonischer Einzelzuwendung

Taubblindenarbeit muss aber zugleich wegen der Isolation Gemeinschaftsförderung im Blick haben

Taubblindenarbeit wird am Einsatz für den Schwächsten gemessen

Taubblinden Menschen muss das Recht auf selbständiges, eigenbestimmtes Wohnen und Leben gewährt werden

Taubblinden Menschen muss das Recht auf Teilhabe am kirchlichen, gesellschaftlichen, kulturellen Leben gewährt werden

Diese Rechte können nur durch eine behördlich bezahlte Assistenz sichergestellt werden

Taubblindenarbeit geschieht nach dem anerkannten Grundsatz: Oberstes Gebot ist es, die Atmosphäre der Geborgenheit für einen taubblinden Menschen zu schaffen

Mit dem einmal gewonnenen Vertrauen eines taubblinden Menschen muss hoch sensibel umgegangen werden

Taubblindenarbeit geschieht wegen der Minderheit des Personenkreises am zweckmäßigsten bundeslandübergreifend

Karl-Heinz Baaske, "Vater der deutschen Taubblinden", am 23.8.1986: "Es ist der Wille Gottes, für taubblinde Menschen das Allerbeste zu tun; wir sind dazu gerufen, uns in der Liebe taubblinden Menschen gegenüber zu erweisen."

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